Schwarze glatte Bob-Perücke mit Mittelscheitel, getragen von einer Frau in schwarzem Oberteil

Eigene Haare unter der Perücke verstecken: Tipps

Wie versteckt man die eigenen Haare unter einer Perücke, ohne dass Beulen oder Strähnen sichtbar werden? Gerade bei dunklen Haaren unter hellen Perücken oder bei langen Haaren, die viel Platz brauchen, ist das eine häufige Sorge. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Hilfsmitteln und etwas Geduld lassen sich die eigenen Haare sehr flach und unauffällig unterbringen. Diese Tipps zeigen, wie es für kurze, mittellange und lange Haare gelingt.

Warum die eigenen Haare das größte Problem sind

Eine Perücke sitzt auf dem Kopf wie eine Mütze. Alles, was darunter Volumen erzeugt, zeichnet sich ab: ein Dutt am Hinterkopf, dicke Zöpfe oder einzelne Klammern, die zu hoch sitzen. Dazu kommt, dass der Haaransatz an Schläfen und Nacken schnell hervorschaut, wenn die Perücke ein wenig verrutscht. Deshalb gilt der Grundsatz: Je flacher und gleichmäßiger die eigenen Haare liegen, desto natürlicher wirkt das Ergebnis.

Kurze Haare: oft kein Problem

Haben Sie kurze Haare, brauchen Sie meist wenig Aufwand. Kämmen Sie die Haare glatt nach hinten oder zur Seite, legen Sie sie mit einigen flachen Klammern an und ziehen Sie eine Perückenkappe darüber. Bei sehr kurzem Haar kann die Kappe allein reichen. Achten Sie darauf, dass auch seitliche Strähnen und der Nacken sauber anliegen, weil sich dort Haare gern unter dem Rand der Perücke herausschieben.

Mittellange und lange Haare flach sichern

Bei längeren Haaren braucht es eine Methode, die Volumen reduziert. Bewährt haben sich zwei Wege.

  • Zöpfe um den Kopf: Teilen Sie die Haare in der Mitte, flechten Sie zwei dünne Zöpfe und legen Sie sie flach um den Kopf. Mit Haarnadeln oder Klammern fixieren Sie sie.
  • Eingedrehte Strähnen: Drehen Sie dünne Abschnitte ein und stecken Sie sie flach an die Kopfhaut, immer in dieselbe Richtung.

Verzichten Sie auf einen dicken Dutt am Hinterkopf. Besser sind mehrere kleine Flächen, die sich gleichmäßig verteilen. Streichen Sie danach mit beiden Händen über den Kopf und prüfen Sie, ob Erhebungen zu spüren sind. Sehr lange oder sehr dichte Haare brauchen oft etwas mehr Zeit. Hier hilft es, in kleinen Abschnitten zu arbeiten, statt alles auf einmal zu fixieren.

Die Perückenkappe richtig nutzen

Die Perückenkappe ist das wichtigste Hilfsmittel. Sie hält alles zusammen, glättet die Oberfläche und verhindert, dass einzelne Strähnen herausrutschen. Ziehen Sie sie wie eine enge Mütze über die gesicherten Haare und glätten Sie sie am Hals und an den Seiten. Wählen Sie, wenn möglich, einen Farbton, der zu Ihrem Hautton passt, damit am Haaransatz nichts durchscheint. Schieben Sie lose Strähnen unter den Rand, bevor Sie die Perücke aufsetzen.

Wie Sie die Perücke danach aufsetzen, ist ebenso wichtig: Setzen Sie sie zuerst an der Stirn an und ziehen Sie sie in einer Bewegung nach hinten. So bleibt die Kappe an ihrem Platz und die Haare darunter verrutschen nicht.

Dunkle Haare unter hellen Perücken

Dunkle Ansätze können bei hellen oder auffälligen Farben durchscheinen. Eine hautfarbene Kappe wirkt hier besser als eine schwarze. Ist die Perücke dünn gearbeitet, hilft zusätzlich eine zweite Kappe. Umgekehrt bietet eine dunkle Perücke weniger Probleme. Wer sich für ein Modell in Schwarz interessiert, etwa für Halloween, findet in der Kategorie Halloween Perücke schwarz über 40 Perücken zum Vergleichen. Dunkle Haare unter dunklen Perücken fallen am wenigsten auf.

Ansatz, Schläfen und Nacken kaschieren

Zum Schluss kümmern Sie sich um die Übergänge. Prüfen Sie mit dem Spiegel Stirn, Schläfen, Ohren und Nacken. Alles, was herausschaut, stecken Sie unter die Kappe oder fixieren es mit einer kleinen Klammer. Ein Haarreif oder Kopfschmuck kann den Rand zusätzlich verdecken, was bei Kostümen oft ohnehin gut passt. Ein wenig Make-up in Hautfarbe lässt den Rand der Kappe an der Stirn weniger sichtbar werden.

Lange Perücken verdecken Schläfen und Nacken oft besser als kurze. In der Kategorie Lange Perücken glatt und mit Pony finden Sie Modelle, bei denen der Pony zusätzlich die Stirnlinie überdeckt. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, schaut in Alle Modelle vorbei.

Häufige Fehler beim Verstecken der Haare

Die meisten Probleme haben dieselben Ursachen. Erstens: Die Haare werden zu locker zusammengefasst, sodass sie unter der Perücke verrutschen und Beulen bilden. Zweitens: Klammern werden zu hoch oder zu dick gesetzt und drücken sich durch das Perückenhaar. Drittens: Die Perückenkappe sitzt mit Falten, die sich als Wellen im Haar abzeichnen. Prüfen Sie nach dem Aufsetzen immer die Silhouette von der Seite, denn dort fallen Unebenheiten am Hinterkopf am schnellsten auf.

Ein weiterer Punkt ist das Tragegefühl. Wenn die Haare zu fest zusammengezogen sind, kann es am Kopf drücken. Wählen Sie dann eine lockerere, aber flachere Methode, etwa mehr dünne Zöpfe statt weniger dicker. Wer die Perücke länger trägt, sollte auf Komfort achten und die Klammern so setzen, dass sie nicht an der Kopfhaut reiben. Machen Sie bei Bedarf eine kurze Pause, in der Sie die Perücke abnehmen und die Haare lockern.

Vorbereitung am Vortag

Gerade bei langen Haaren spart es Nerven, einen Teil der Vorbereitung vorzuziehen. Waschen Sie Ihre Haare am Vortag und lassen Sie sie gut trocknen, denn sie lassen sich dann besser fixieren als frisch gewaschene, weiche Strähnen. Probieren Sie die Methode zum Verstecken einmal aus, bevor der Anlass beginnt, und notieren Sie sich, wie viele Klammern Sie brauchen. So sind Sie am Tag selbst entspannt und können sich auf Kostüm und Make-up konzentrieren.

Kurz zusammengefasst

  • Eigene Haare flach und gleichmäßig sichern, ohne Dutt
  • Perückenkappe in passender Farbe nutzen
  • Perücke von der Stirn aus aufsetzen
  • Übergänge an Schläfen und Nacken kontrollieren

Üben Sie das Verstecken der Haare ruhig vor dem Anlass. So wissen Sie, wie viel Zeit Sie brauchen und welche Methode für Ihre Haarlänge am besten funktioniert.